Zuchtziel:



Pebbles mit einem Ihrer Welpen

Da ich mit meiner ersten Flathündin Neala's Pebbles the Paartal Pioneer erfahren durfte, wie toll es ist, einen echten Dual-purpose-Flat (gute Arbeitsveranlagung UND gutes Aussehen) führen und erleben zu dürfen, ist das mein Hauptanliegen in der Flat-Zucht. Ich versuche mit meiner Zucht den Trend zur Spezialisierung auf eines der beiden, Arbeit ODER Aussehen, nicht mitzumachen. Erste Priorität werden aber immer das Wesen und die Gesundheit haben, bei denen ich keinerlei Kompromisse eingehen möchte.

Ein weiteres großes Anliegen ist mir die Welpenaufzucht. In den inzwischen vielen Jahren als Züchter (seit 2000) und professioneller Hundetrainer (Ausbilder im DRC ab 1997, seit 2007 "offizielle" Hundeschule) sehe ich quasi täglich, wie unglaublich wichtig und unersetzlich die ersten Lebenswochen eines Hundes beim Züchter gerade in der heutigen Zeit sind. Hier können mit viel Sachverstand und vor allem Erfahrung so viele positive Weichen für das spätere gesunde und möglichst streßfreie Hunde- (und damit auch Hundebesitzer-) leben gestellt werden. Das versuche ich bei jedem Wurf immer wieder aufs Neue mit all meiner Energie und meinem ständig durch Fortbildungen modern gehaltenem Wissen und vor allem mit meiner Erfahrung bestmöglich hinzubekommen (näheres siehe auch noch weiter unten im Text). U.a. aus diesem Grund kommt es für mich nicht in Frage, mehr als einen Wurf pro Jahr (meistens eher nur alle eineinhalb bis zwei Jahre) oder gar zwei Würfe gleichzeitig großzuziehen. Man könnte mein Zuchtziel auch unter das Motto "klein aber fein" stellen.

Warum wir damals entschieden haben, überhaupt "Züchter" zu werden, steht ausführlich unter "Home". Der FCI-geschützte Zwingername "Paartal Pioneer's" soll immer an unsere wunderbare Stammhündin erinnern. Ihr Name sollte in allen Teilen mit dem Buchstaben P beginnen. Unser Heimatdorf Egling liegt an dem Flüsschen "Paar" und als erster Flat im Tal der Paar war Pebbles der Pionier hier.

Da mein Mann und ich Diplom-Geologen sind und uns im Studium der Geologie kennengelernt haben, sollten die Namen unserer Hunde gerne immer was mit Geologie zu tun haben. So kam nach Rocky, der Felsen, dann Pebbles, der Kieselstein. Inzwischen ist das zu einem kleinen Splin von mir geworden. Cantal von Monts du Cantal, ein erloschenes Vulkangebiet in Frankreich, Dyngja sowie Flói jeweils der Name einer Gletscherzunge auf Island, Fjalla, der Berg auf isländisch, Irazú ein Vulkan in Costa Rica und als jüngstes Mitglied unseres Rudels nun Kilauea, einer der weltgrößten Vulkane auf Hawaii usw..

IrazuIris


Aus Pebbles letztem Wurf im Jahr 2003 haben wir eine Hündin behalten, Paartal Pioneer´s Cantal (*10.06.2003,+03.06.2016), die absolut in die Fußstapfen ihrer Mutter trat und ein ausgezeichneter Arbeits- und Ausstellungshund war, also wieder ein echter „Dual-Purpose-Flat“ wie wir ihn uns immer gewünscht haben und auch erhalten wollen, sodass wir auch sie 2006 in die Zucht genommen haben.

Cantal hat inzwischen wie Pebbles drei Würfe (D-, E- und F-Wurf) mit insgesamt 32(!!!) Welpen großgezogen. Nachdem wir uns Anfang 2006 von unserem Rocky im hohen Alter von fast 16 Jahren verabschieden mussten, haben wir aus Cantal's erstem Wurf im Sommer 2006 eine Hündin behalten, Paartal Pioneer's Dyngja (*11.07.2006). Auch diese hat einen super tollen Charakter, ist topfit und gesund und dazu noch ein hervorragender Arbeits- und Ausstellungshund.

Cantal auf der BLP in 2009

Sie hat auch die Zuchtzulassung und ist tauglich für die spezielle Jagdliche Leistungszucht! Davon habe ich immer geträumt! Weil Cantal nicht nur für uns ein echter "Traumflat" ist, wollte ich unbedingt noch eine Hündin von ihr haben! So durfte aus ihrem letzten Wurf, der "Wilden 13", unsere Nachwuchshündin Paartal Pioneer's Flói (*08.11.2009) bei uns bleiben.

Sie besticht durch ihr harmonisches Aussehen und ihre hervorragende Arbeitsveranlagung und wickelt uns täglich auf's Neue um den Finger!Auch sie hat nun die Zuchtzulassung und ist ebenfalls tauglich für die spezielle Jagdliche Leistungszucht! Einfach nur traumhaft! Aus der "Wilden 13" durfte außerdem auch Paartal Pioneer's Fjalla bleiben. Sie gehört unserer Tochter Verena. Mit Fjalla hat sich Verena's lang ersehnter Wunsch und Traum nach einem eigenen Hund erfüllt und die beiden sind ein ganz besonderes Dream-Team! Verena erfüllt sich momentan noch einen weiteren Lebenstraum, sie studiert seit Herbst 2013 in München Tiermedizin!

Seit Herbst 2010 hatte nun auch Dyngja drei Würfe mit unglaublichen 34(!!!) Welpen (G-, H- und I-Wurf) und weil sie auf eine ganz andere Art als Cantal ganz was Besonderes ist, haben wir auch von ihr eine Hündin behalten. So schwirrt bei uns nun aus den 14!!!!!! I-Pets der Wirbelwind Irazú herum und wirbelt alles mit ihrer unheimlich bezaubernden Art durcheinander! Sie hat jetzt schon eine Menge Fans und in jungem Alter super schöne Arbeits- und Ausstellungserfolge vorzuweisen! Irazú ist wieder ein echter Schatz, charakterlich eine sehr feine Hündin, die sowohl Zwei- als auch Vierbeinern mit einem unheimlichen Charme begegnet. Zudem überzeugt sie beim Arbeiten durch ihre unglaubliche Schnelligkeit und Arbeitsfreude, sowie einem hohen Maß an Führigkeit, gepaart mit einem hohen Finderwillen. Also wieder ziemlich genial.

Aus dem letzten Wurf von Flói, unserem echten "Immer-und-überall-gute-Laune" Flat, musste ich einfach eine Hündin behalten. Nun macht also seit Anfang 2016 der Vulkan Kilauéa in unserem Haushalt seinem Namen alle Ehre.

Allergrößten Wert lege ich neben der sehr gewissenhaften und meist recht aufwendigen Auswahl der Deckpartner meiner Hündinnen unbedingt auch auf die Aufzucht der Welpen. Diese ersten Wochen im Leben eines Hundes sind soooo entscheidend für seine weitere Entwicklung, seinen Charakter und dafür, ein angenehmer Begleiter für seine Menschen werden zu können! Deshalb wachsen die Welpen bei uns mit sehr engem Kontakt zu den Menschen in der Familie auf, unser Wohnzimmer wird wenn ein Wurf ansteht zum Welpenzimmer umfunktioniert. Wenn die Welpen alt genug sind, wird der Zugang zum Garten geöffnet, so dass dann jederzeit ein Zugang nach draußen besteht. Während der ganzen Zeit verbringen alle Familienmitglieder möglichst viel Zeit mit den Welpen und die Kleinen werden mit möglichst vielen unterschiedlichen optischen, akustischen und anderen "prägenden" Herausforderungen, wie zum Beispiel Autofahren, so gut wir können auf ihr späteres Leben vorbereitet.

Hier ein paar Eindrücke von der Welpenaufzucht:

Welpenaufzucht I-Wurf

Welpenaufzucht H-Wurf

Weitere Eindrücke finden Sie in unserer Galerie.

Auch das typische Flat-Temperament, das wir mit unseren Hunden erleben dürfen, möchte ich mit meiner Zucht weitertragen.

Das bedeutet für mich, dass der Hund gutes Temperament hat (ohne hektisch und nervös zu sein), wenn es gebraucht wird und angebracht ist, aber das dann im Haus oder wenn keine "Action mehr angesagt" ist, man nichts mehr von dem Hund merkt. Natürlich steckt da immer eine große Portion an Erziehung dahinter. Leider gibt es immer mehr Flats, bei denen aus gutem Temperament Nervosität und Hektik geworden sind und nicht mehr wirklich erziehbar sind. Aber auch zu "brav" sollte ein Flat für mich nicht sein, ein bisschen "Schalk im Nacken" gehört meiner Meinung nach zu einem typischen Flat wie ich sie Kennen und Lieben gelernt habe, dazu.

Ich möchte Hunde züchten, mit denen man gut arbeiten kann, die sich auch anbieten dafür, ohne soweit zu gehen, dass "Otto-Normal-Familie" bei guter Erziehung nicht mehr mit den Jagdinstinkten der Hunde zurechtkommt! Mich freut es natürlich immer wieder, wenn ich von meinen Welpenkäufern gesagt bekomme, dass sie genau dieses super schöne Wesen der Flats in ihren Hunden bestätigt bekommen.


Aber auch auf das Aussehen kommt es mir sehr an. Natürlich ist für jeden sein eigener Hund der schönste, und das ist auch gut so. Ich möchte dennoch versuchen, den Rassestandard so weiter zu tragen, dass es im vorzüglichen Bereich bleibt. Ein Deckrüde mit einem "sehr guten" Formwert wäre für mich zu wenig, kommt natürlich auch immer auf die Gesamterscheinung des Hundes an. Und außerdem ist es alles Natur und bei aller Sorgfalt und Arbeiten "nach bestem Wissen und Gewissen" weiß man nie was nachher (hoffentlich) in der Wurfkiste liegt und erst recht nicht, was als fertiger Hund dabei heraus kommt.

Aber genau das macht ja auch den Reiz des Züchtens aus!



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